
Auf Basis kontinuierlicher Forschung und Entwicklung sowie langjähriger Erfahrung mit dem physikalischen Prozesswissen der Stadtklimamodelle FITNAH-3D und ASMUS hat GEO-NET unterschiedliche Softwareprodukte und -lösungen entwickelt.
Der Urbane Digitale Klimazwilling findet Anwendung in Umwelt- und Planungsämtern, im Klimaanpassungsmanagement und in Planungsbüros. Er zeigt auf, wo und wann Hitze entsteht, wohin die Kaltluft strömt, und was eine geplante Maßnahme daran ändert. Das trägt Bauleitplanung, Hitzeaktionspläne und Nutzungsabwägung.
Vier Module greifen hier ineinander:
Der Klimascanner ist eine KI-basierte Erweiterung für das Open-Source Geographische-Informationssystem QGIS. Mithilfe des Klimascanners können „auf Knopfdruck“ die Wirkungen von Anpassungs- und Stadtentwicklungsmaßnahmen auf das Stadtklima quantitativ ersteingeschätzt werden. Neubauten, Umbaumaßnahmen, Entsiegelungen und Begrünungen lassen sich hiermit räumlich bewerten und Planungsvarianten direkt vergleichen.
Das Werkzeug richtet sich an Stadt- und Umweltplanende sowie Entscheidungstragende. Als QGIS-Erweiterung fügt es sich in bestehende Arbeitsabläufe ein: Vorhaben werden digital erfasst, in wenigen Sekunden berechnet und als Karten visualisiert.
So können kritische Bereiche frühzeitig erkannt und geeignete Klimaanpassungsmaßnahmen abgeleitet werden. Der Klimascanner basiert auf einem neuronalen Netz, das mit FITNAH-3D-Simulationen aus dem Hause GEO-NET trainiert und validiert wurde. Die Ergebnisse eignen sich für den qualitativen Variantenvergleich.
Die Stadtwettervorhersage von GEO-NET verbindet Messdaten, neuronale Netzwerke und hochaufgelöste Simulationen mit FITNAH-3D und ASMUS. Aus den Modellergebnissen in 5 m beziehungsweise 2 m Auflösung entstehen in Echtzeit flächendeckende Karten für die gesamte Stadt und ihre einzelnen Quartiere.
Derzeit können Lufttemperatur und Heat Index dargestellt werden; weitere Größen wie Wind und die physiologisch äquivalente Temperatur (PET) befinden sich in Entwicklung. Perspektivisch werden Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) von Messstationen mithilfe der Modelle räumlich auf die Stadt übertragen.
Die Entwicklung erfolgt in Forschungsprojekten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
Echtzeitkarte für die Lufttemperatur in 2 m Höhe für die Stadt Mannheim
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